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Welche Rucksackgröße zum Wandern? 20, 25, 30 oder 40 Liter?

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Welche Rucksackgröße zum Wandern? 20, 25, 30 oder 40 Liter?

20, 25, 30 oder doch 40 Liter? Die richtige Größe eines Wanderrucksacks hängt nicht nur von der Länge der Tour ab. Auch Jahreszeit, Wetter und die persönliche Ausrüstung entscheiden darüber, wie viel Stauraum tatsächlich benötigt wird.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Rucksackgröße zum Wandern sinnvoll ist, wann 20 oder 25 Liter für eine Tageswanderung ausreichen und in welchen Situationen ein größerer Wanderrucksack mit 30 oder 40 Litern die bessere Wahl sein kann.

Warum die richtige Rucksackgröße beim Wandern wichtig ist

Bei einem Wanderrucksack gilt nicht automatisch: mehr Volumen ist besser.

Ein größerer Rucksack bietet zwar mehr Stauraum, bringt häufig aber auch zusätzliches Eigengewicht mit und lässt sich leichter mit Dingen füllen, die unterwegs eigentlich gar nicht benötigt werden. Gerade auf längeren Strecken macht sich jedes zusätzliche Kilogramm bemerkbar.

Ein zu kleiner Rucksack ist allerdings ebenfalls keine gute Lösung. Wenn Jacke, Proviant oder andere Ausrüstungsgegenstände außen befestigt werden müssen oder der Rucksack bis an seine Grenzen gepackt wird, leidet nicht nur der Komfort. Häufig wird auch der Zugriff auf wichtige Dinge unnötig kompliziert.

Die passende Größe liegt deshalb möglichst nah am tatsächlichen Platzbedarf der jeweiligen Tour.

 

Wie viel Liter sollte ein Wanderrucksack haben?

Als grobe Orientierung lassen sich Wanderrucksäcke nach ihrem Volumen in verschiedene Einsatzbereiche einteilen:

Volumen Typischer Einsatz
15–20 Liter kurze Wanderungen, leichte Tageswanderungen
20–25 Liter Tageswanderungen, vielseitige Outdoor-Touren
25–30 Liter längere Tageswanderungen, mehr zusätzliche Kleidung und Ausrüstung
30–40 Liter anspruchsvollere Tagestouren, Hüttentouren oder kurze Mehrtagestouren
über 40 Liter längere Trekking- und Mehrtagestouren mit umfangreicher Ausrüstung

Diese Angaben sind jedoch keine festen Regeln. Zwei Wanderer auf derselben Strecke können durchaus unterschiedlich große Rucksäcke benötigen.

Wer sehr kompakt packt und leichte Ausrüstung verwendet, kommt möglicherweise mit 20 Litern aus, während jemand anderes für dieselbe Tour 25 oder 30 Liter bevorzugt. Auch Jahreszeit und Wetter können den Platzbedarf deutlich verändern.

 

20 Liter Wanderrucksack – ideal für kurze und leichte Touren

Ein Wanderrucksack mit 20 Litern eignet sich besonders gut für Tageswanderungen, bei denen nur die grundlegende Ausrüstung benötigt wird.

Typischerweise finden darin beispielsweise Wasser, Verpflegung, eine leichte Jacke, Erste-Hilfe-Set, Smartphone, Powerbank und einige persönliche Gegenstände Platz.

Der Vorteil eines kompakten Rucksacks liegt auf der Hand: Er bleibt leicht und schränkt die Bewegungsfreiheit kaum ein. Besonders bei sportlicheren Touren oder Wanderungen mit wenig zusätzlicher Ausrüstung kann das angenehm sein.

In der wärmeren Jahreszeit können 20 Liter deshalb für viele Tageswanderungen vollkommen ausreichend sein.

Der Zulupack® Indy 20L IP67 verbindet dieses kompakte Volumen beispielsweise mit einer wasserdichten Konstruktion und eignet sich damit besonders für Touren, bei denen die Ausrüstung auch bei wechselhaftem Wetter geschützt bleiben soll.

 

25 Liter Wanderrucksack – der vielseitige Mittelweg

Ein 25-Liter-Rucksack bietet etwas mehr Reserve, ohne bereits besonders groß zu sein. Für viele Tageswanderungen ist diese Größe deshalb ein interessanter Mittelweg.

Zusätzlich zur üblichen Tagesausrüstung bleibt beispielsweise mehr Platz für eine wärmende Schicht, Regenbekleidung oder zusätzliche Verpflegung. Das kann insbesondere im Frühling und Herbst hilfreich sein, wenn sich Temperatur und Wetter im Laufe einer Tour stärker verändern.

Auch unsere Recherche zum Herbstwandern hat gezeigt, warum gerade in dieser Jahreszeit etwas zusätzlicher Stauraum sinnvoll sein kann: Eine zusätzliche Kleidungsschicht, leichte Handschuhe oder eine Stirnlampe benötigen zwar nicht viel Platz, sollten bei längeren Herbsttouren aber nicht fehlen.

Mehr dazu finden Sie in unserem Ratgeber „Herbstwandern – Tipps für Ausrüstung, Rucksack und wechselhaftes Wetter“.

Mit dem Zulupack® Indy 25L IP67 und dem Zulupack® Triton 25L IP67 gibt es in dieser Größenklasse unterschiedliche Möglichkeiten für wasserdichte Outdoor-Rucksäcke.

 

30 Liter Wanderrucksack – wann lohnt sich mehr Stauraum?

Ein Wanderrucksack mit 30 Litern bietet bereits deutlich mehr Reserve. Das kann bei längeren Tageswanderungen sinnvoll sein, wenn zusätzliche Kleidung, umfangreichere Verpflegung oder spezielle Ausrüstung mitgenommen werden muss.

Auch bei kühleren Temperaturen steigt der Platzbedarf häufig. Eine isolierende Jacke nimmt beispielsweise deutlich mehr Raum ein als eine leichte Sommerjacke.

Allerdings sollte ein 30-Liter-Rucksack nicht allein deshalb gewählt werden, weil „mehr Platz sicherer ist“. Wer auf einer normalen Tageswanderung nur 18 oder 20 Liter Ausrüstung transportiert, benötigt nicht automatisch einen 30-Liter-Rucksack.

Die richtige Größe ist nicht die größtmögliche, sondern diejenige, die zur eigenen Ausrüstung passt.

 

35 bis 40 Liter – für längere und ausrüstungsintensive Touren

Wenn zusätzliche Kleidung, mehr Verpflegung oder Ausrüstung für mehrere Tage mitgenommen werden soll, können 35 bis 40 Liter sinnvoll werden.

Diese Größenklasse bietet deutlich mehr Platz und eignet sich beispielsweise für bestimmte Hüttentouren, kurze Mehrtagestouren oder Touren, bei denen aufgrund der Jahreszeit umfangreichere Ausrüstung erforderlich ist.

Der Zulupack® Nomad 35L IP67 liegt zwischen klassischem Tagesrucksack und größerem Tourenrucksack und bietet zusätzlichen Stauraum für umfangreichere Ausrüstung.

 

Mit 40 Litern steht noch mehr Volumen zur Verfügung. Ein Rucksack dieser Größe ist für eine einfache Tageswanderung häufig nicht erforderlich, kann aber bei längeren Touren oder größerem Ausrüstungsbedarf sinnvoll sein.

Der Zulupack® Indy 40L IP67 bietet beispielsweise dieses größere Volumen in einer wasserdichten Rolltop-Konstruktion.

Auch hier gilt jedoch: Mehr Stauraum bedeutet nicht automatisch mehr Komfort. Entscheidend ist, ob das zusätzliche Volumen tatsächlich benötigt wird.

 

Tageswanderung: Sind 20 oder 25 Liter genug?

Für viele klassische Tageswanderungen lautet die Antwort: ja.

Wer morgens startet und am selben Tag zurückkehrt, muss normalerweise weder Schlafsack noch umfangreiche Übernachtungsausrüstung transportieren. Dadurch bleibt der Platzbedarf vergleichsweise gering.

Bei gutem Wetter und in der warmen Jahreszeit können 20 Liter bereits ausreichen. Wer zusätzliche Kleidung, Regenausrüstung oder mehr Verpflegung mitnehmen möchte, hat mit 25 Litern etwas mehr Reserve.

Bei der Entscheidung zwischen 20 und 25 Litern würde ich deshalb weniger auf wenige Liter Unterschied achten als auf die Frage:

Was muss bei meinen typischen Touren tatsächlich in den Rucksack?

Genau diesem Thema widmen wir uns noch ausführlicher in unserem Ratgeber „Welcher Rucksack für eine Tageswanderung?“

 

Im Herbst und Winter etwas mehr Platz einplanen

Die gleiche Wanderung kann je nach Jahreszeit einen unterschiedlich großen Rucksack erfordern.

Im Sommer reichen häufig leichte Kleidung, Wasser, Verpflegung und die grundlegende Sicherheitsausrüstung. Im Herbst kommen möglicherweise Regenbekleidung, zusätzliche Kleidungsschichten, Mütze oder Handschuhe hinzu.

Beim Winterwandern kann der Platzbedarf noch einmal steigen, da wärmende Kleidung meist voluminöser ist und je nach Tour zusätzliche Winterausrüstung benötigt wird.

Deshalb kann ein 20-Liter-Wanderrucksack im Sommer perfekt passen, während dieselbe Person für vergleichbare Touren im Herbst oder Winter lieber 25 oder 30 Liter verwendet.

 

Wasserdichter Wanderrucksack: Wann spielt der Wetterschutz eine Rolle?

Neben dem Volumen sollte bei der Auswahl auch berücksichtigt werden, unter welchen Bedingungen der Rucksack eingesetzt wird.

Ein wasserabweisender Wanderrucksack kann einen kurzen Regenschauer durchaus verkraften. Wer jedoch regelmäßig bei wechselhaftem Wetter unterwegs ist oder empfindliche Ausrüstung transportiert, sollte genauer auf die Konstruktion des Rucksacks achten.

Bei einem wasserdichten Wanderrucksack spielen nicht nur das Außenmaterial, sondern auch Nähte und Verschlüsse eine Rolle. Verschweißte Nähte und ein entsprechend konstruierter Rolltop-Verschluss können dazu beitragen, das Eindringen von Wasser zu verhindern.

Warum wasserdicht und wasserabweisend nicht dasselbe bedeuten, erklären wir ausführlich in „Wasserdicht oder wasserabweisend – was ist der Unterschied?“.

Auch die Verschlussart kann eine wichtige Rolle spielen. Mehr darüber erfahren Sie in „Rolltop-Rucksack oder Reißverschluss – Welche Lösung ist besser?“.

 

Welche Rucksackgröße passt zu meiner Wanderung?

Wer zwischen mehreren Größen schwankt, kann sich vor dem Kauf einige einfache Fragen stellen:

  • Wie lange dauern meine typischen Wanderungen?
  • Bin ich hauptsächlich im Sommer unterwegs oder auch im Herbst und Winter?
  • Wie viel Wasser und Verpflegung nehme ich normalerweise mit?
  • Muss zusätzliche Regen- oder Wärmekleidung in den Rucksack?
  • Benötige ich spezielle Ausrüstung?
  • Plane ich ausschließlich Tageswanderungen oder auch mehrtägige Touren?
  • Wie kompakt lässt sich meine persönliche Ausrüstung verstauen?

Am besten wird nicht zuerst die Literzahl gewählt und anschließend überlegt, womit der Rucksack gefüllt werden könnte. Sinnvoller ist es, die regelmäßig benötigte Ausrüstung als Ausgangspunkt zu nehmen und danach die passende Größe auszuwählen.

 

Fazit: Nicht so groß wie möglich, sondern so groß wie nötig

Die optimale Größe eines Wanderrucksacks lässt sich nicht mit einer einzigen Literzahl beantworten.

Für leichte Tageswanderungen können 20 Liter vollkommen ausreichen. 25 Liter bieten etwas mehr Flexibilität und zusätzlichen Platz für Kleidung oder Ausrüstung. 30 Liter sind interessant, wenn regelmäßig mehr mitgenommen werden muss, während 35 bis 40 Liter eher bei umfangreicherer Ausrüstung, längeren Touren oder bestimmten Mehrtagestouren sinnvoll werden.

Neben dem Volumen sollten aber auch Tragekomfort, Konstruktion, Wetterbedingungen und der Schutz der Ausrüstung berücksichtigt werden.

Am Ende gilt deshalb eine einfache Regel:

Der beste Wanderrucksack ist nicht der größte, sondern derjenige, der zu Ihrer Tour und Ihrer Ausrüstung passt.